Was kostet eine App? Budget-Ratgeber aus der Praxis 2026
Was kostet eine App? Dieser Budget-Ratgeber erklärt dir die Kostenfaktoren, zeigt ehrliche Preisspannen aus über 10 Jahren Agentur-Praxis und hilft dir, dein Budget realistisch zu planen.
Was kostet eine App? Dieser Budget-Ratgeber erklärt dir die Kostenfaktoren, zeigt ehrliche Preisspannen aus über 10 Jahren Agentur-Praxis und hilft dir, dein Budget realistisch zu planen.
Wenn du wissen willst, was eine App kostet, bekommst du fast überall dieselbe Antwort: „Das kommt darauf an." Stimmt sogar. Nur hilft dir das bei der Budgetplanung kein bisschen weiter. Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an, und wir sagen dir genau, worauf.
In über 10 Jahren App-Entwicklung haben wir Projekte vom kleinen MVP bis zur konzernweiten Plattform begleitet, unter anderem für Kunden wie Flaschenpost, CLAAS und die DHL. Dabei sehen wir immer wieder dieselbe Situation: Unternehmen wollen eine App, haben aber keine belastbare Vorstellung davon, was realistisch ist. 20.000 €? 200.000 €? Beides kann richtig sein, je nachdem, was du vorhast.
Dieser Ratgeber bricht mit der Tradition der schwammigen Antworten. Du bekommst hier konkrete Preisspannen, die wichtigsten Kostenfaktoren und die versteckten Posten, die in fast jedem Angebot fehlen. Außerdem zeigen wir dir, wie du dein Budget so planst, dass am Ende keine bösen Überraschungen auf dich warten. Das Ziel ist nicht, dir etwas zu verkaufen, sondern dir eine realistische Einschätzung zu geben, mit der du gut arbeiten kannst, egal für welche Agentur du dich am Ende entscheidest.
Dieser Ratgeber ist dein Einstieg ins Thema: Er erklärt, wie sich App-Preise zusammensetzen und wie du dein Budget realistisch einordnest. Sobald es um die konkrete Kalkulation für dein Vorhaben geht, ist unsere Seite zu den App-Entwicklung Kosten die richtige Anlaufstelle. Lass uns hier aber zuerst verstehen, was den Preis überhaupt bestimmt.
Die Kosten einer App-Entwicklung liegen in Deutschland je nach Umfang grob zwischen 15.000 und 250.000 €. Wo dein Projekt in dieser Spanne landet, entscheiden vor allem sieben Faktoren. Wenn du diese verstehst, kannst du fast jedes Angebot besser einordnen.
1. Komplexität und Funktionsumfang. Das ist der mit Abstand größte Hebel. Eine App, die im Wesentlichen Inhalte anzeigt, ist um ein Vielfaches günstiger als eine App mit Nutzerkonten, Echtzeit-Synchronisation, Bezahlfunktion, Offline-Modus und individueller Geschäftslogik. Jede Funktion bedeutet Konzeption, Entwicklung, Test und später Wartung. Die Faustregel: Nicht der erste Gedanke kostet Geld, sondern die vielen Sonderfälle, die dahinterstecken.
2. Plattform: iOS, Android oder beides. Willst du nur iPhone-Nutzer erreichen, nur Android oder beide? Zwei getrennt entwickelte native Apps verdoppeln den Entwicklungsaufwand nahezu. Genau hier setzt Cross-Platform-Entwicklung an, dazu gleich mehr im direkten Kostenvergleich.
3. Design-Anspruch. Ein solides Standard-Design auf Basis bewährter Komponenten ist deutlich günstiger als ein vollständig individuelles UI/UX-Konzept mit eigener Bildsprache, Animationen und Markenführung. Gutes Design ist dabei keine reine Optik, sondern entscheidet darüber, ob deine Nutzer die App gern verwenden. Wie viel Wirkung hier steckt, zeigen wir dir auf unserer Seite zum professionellen App-Design.
4. Backend und Infrastruktur. Viele unterschätzen, dass die sichtbare App oft nur die Spitze des Eisbergs ist. Sobald Daten zentral gespeichert, Nutzer verwaltet oder andere Systeme angebunden werden, brauchst du ein Backend in der Cloud, zum Beispiel auf Azure. Jede Schnittstelle zu einem bestehenden System wie einem ERP, einer Warenwirtschaft oder einem CRM kostet zusätzlich Aufwand.
5. Wartung und Weiterentwicklung. Der Posten, der in den meisten Kalkulationen schlicht fehlt. Eine App ist kein Produkt, das man einmal baut und dann liegen lässt. Betriebssysteme werden jährlich aktualisiert, Bibliotheken veralten, und deine Nutzer wünschen sich neue Funktionen. Dazu unten ein eigener Abschnitt.
6. Sicherheit und Haftung. Gerade im B2B- und Industrieumfeld spielen DSGVO-Konformität, Verschlüsselung, sichere Anmeldeverfahren und revisionssichere Datenhaltung eine große Rolle. Diese Anforderungen sind wichtig und richtig, sie erhöhen aber auch den Aufwand. Und sie haben eine Kehrseite, die viele unterschätzen: Wer geschäftskritische Software einsetzt, trägt auch die Verantwortung, wenn sie versagt. Warum das der vielleicht wichtigste Kostenfaktor überhaupt ist, schauen wir uns weiter unten genauer an.
7. Projektmanagement und Kommunikation. Ein Projekt sauber zu steuern, regelmäßig abzustimmen und sauber zu dokumentieren, kostet Zeit. Diese Zeit ist gut investiert, denn schlechte Kommunikation ist einer der häufigsten Gründe für gescheiterte und damit teure Projekte. Seriöse Anbieter weisen diesen Anteil offen aus, statt ihn zu verstecken.
Jetzt zu den Zahlen, auf die du wahrscheinlich gewartet hast. Die folgenden Spannen basieren auf realen Projekten aus unserer Agentur-Praxis. Sie sind bewusst als Bereiche angegeben, denn jeder seriöse Festpreis entsteht erst nach einem genauen Blick auf deine Anforderungen.
| App-Typ | Realistische Kosten | Typische Dauer |
|---|---|---|
| Einfache App / MVP (1 Plattform) | 15.000 bis 40.000 € | 3 bis 5 Monate |
| Mittelkomplexe Business-App | 40.000 bis 100.000 € | 6 bis 9 Monate |
| Enterprise-App mit Backend | 80.000 bis 250.000 € und mehr | 9 bis 18 Monate |
Einfache App oder MVP (15.000 bis 40.000 €). Hier geht es um eine fokussierte App mit einer klaren Aufgabe, zum Beispiel ein digitales Formular für den Außendienst, eine Produktkatalog-App oder die erste Version einer Idee, die du am Markt testen willst. Enthalten sind Konzept, ein sauberes Design, die Entwicklung für eine Plattform und die Veröffentlichung im Store. Nicht enthalten sind aufwändige Backends, viele Drittsysteme oder ausgefeilte Spezialfunktionen.
Mittelkomplexe Business-App (40.000 bis 100.000 €). Das ist der typische Bereich für Apps, die im Unternehmen wirklich Prozesse abbilden. Dazu gehören Nutzerverwaltung, ein Backend in der Cloud, ein bis zwei Schnittstellen zu bestehenden Systemen und ein individuelles Design. Ein typisches Projekt bei uns sieht so aus: eine App für Servicetechniker, die Aufträge offline bearbeiten, Fotos dokumentieren und alles synchronisieren, sobald wieder Netz da ist. Solche Projekte landen meist in der Mitte dieser Spanne.
Enterprise-App mit Backend (ab 80.000 €). Sobald mehrere Nutzergruppen, komplexe Geschäftslogik, mehrere Systemanbindungen, hohe Sicherheitsanforderungen und beide Plattformen zusammenkommen, bewegst du dich in dieser Kategorie. Apps wie die Lösungen, die wir für große Kunden umgesetzt haben, fallen hierunter. Nach oben ist die Spanne offen, weil hier oft ein ganzes Ökosystem aus App, Backend und angebundenen Diensten entsteht.
Welche Bandbreite an Projekten dahintersteckt, siehst du am besten anhand unserer Referenzprojekte. Und wenn du bereits eine konkrete Idee hast und sie als App entwickeln lassen möchtest, lohnt sich am Anfang vor allem eines: ehrlich zu priorisieren, was wirklich in die erste Version gehört.
Damit die Zahlen greifbarer werden, hier ein typisches Beispiel aus unserem Alltag. Nimm eine mittelkomplexe Business-App für 60.000 €. So verteilt sich das Budget grob auf die einzelnen Projektphasen:
| Projektphase | Anteil | Beispielkosten |
|---|---|---|
| Konzept und Anforderungsanalyse | 10 % | 6.000 € |
| UI/UX-Design | 15 % | 9.000 € |
| Entwicklung der App | 35 % | 21.000 € |
| Backend und Schnittstellen | 25 % | 15.000 € |
| Testing und Qualitätssicherung | 10 % | 6.000 € |
| Projektmanagement und Launch | 5 % | 3.000 € |
Auffällig ist, dass die reine App-Entwicklung nur etwa ein Drittel des Budgets ausmacht. Der große Rest fließt in Konzept, Design, Backend, Tests und Steuerung. Genau das wird oft unterschätzt: Wer nur den sichtbaren Teil der App bezahlt, bekommt am Ende auch nur diesen. Die Phasen davor und dahinter entscheiden darüber, ob die App im Alltag wirklich funktioniert und ob sie sicher und wartbar bleibt. Diese Aufteilung ist kein festes Gesetz, sondern eine Orientierung. Bei sehr designlastigen Apps wächst der Design-Anteil, bei datengetriebenen Apps der Backend-Anteil.
Was würde deine App kosten?
Die Spannen oben sind Erfahrungswerte. Was dein konkretes Projekt kostet, sagen wir dir am besten persönlich. In einer kostenlosen Erstberatung schauen wir gemeinsam auf deine Idee und nennen dir eine realistische Einschätzung. Unverbindlich und ohne Verkaufsdruck.
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Wie deine App technisch gebaut wird, entscheidet weniger über den Preis als über Qualität, Wartbarkeit und die Verantwortung dahinter. Hier kommt unsere Spezialität ins Spiel, denn als ehemaliger Xamarin Premier Partner und heutiger .NET MAUI-Experte sehen wir täglich, worauf es bei dieser Entscheidung wirklich ankommt.
Bei der nativen Entwicklung entsteht für jede Plattform eine eigene App: eine für iOS in Swift und eine separate für Android in Kotlin. Das Ergebnis ist technisch erstklassig, bedeutet aber zwei getrennte Codebasen und zwei Teams, die dauerhaft synchron gehalten werden müssen.
Bei der Cross-Platform-Entwicklung mit .NET MAUI schreiben wir den Großteil des Codes einmal und bringen die App auf iOS und Android gleichzeitig heraus. Der eigentliche Vorteil ist nicht der Preis, sondern die Konsistenz: eine gemeinsame Codebasis bedeutet gleiches Verhalten auf beiden Plattformen, weniger Stellen, an denen Fehler entstehen, schnellere Korrekturen und ein Team, das für das Ganze verantwortlich ist. Dass dabei meist auch die Kosten sinken, ist ein angenehmer Nebeneffekt und nicht der Grund.
| Kriterium | 2x Native (iOS + Android) | Cross-Platform (.NET MAUI) |
|---|---|---|
| Codebasis | Zwei getrennte | Eine gemeinsame |
| Verhalten auf iOS und Android | kann auseinanderlaufen | konsistent |
| Wartung und Fehlerbehebung | zwei Apps pflegen | eine Codebasis pflegen |
| Verantwortung | zwei Teams | ein Team |
| Aufwand und Kosten | höher | meist 30 bis 40 % geringer |
| Ideal für | grafik- und hardwarenahe Apps | Business- und Prozess-Apps |
Bedeutet das, dass native Entwicklung überholt ist? Nein. Wenn deine App stark auf plattformspezifische Funktionen setzt, etwa aufwändige 3D-Grafik, hardwarenahe Sensorik oder ein Spiel mit höchsten Performance-Ansprüchen, kann native Entwicklung die bessere Wahl sein. Für die große Mehrheit der B2B- und Business-Apps, die Prozesse digitalisieren, ist Cross-Platform-Entwicklung mit .NET MAUI aber meist der klügere Weg: eine gemeinsame Codebasis, die du über Jahre verlässlich pflegst und weiterentwickelst. Dass das auf Dauer auch günstiger ist, kommt obendrauf.
Hier wird es ehrlich, denn dieser Abschnitt fehlt in fast jedem Angebot. Die Entwicklungskosten sind nur ein Teil der Wahrheit. Wer langfristig plant, muss auch die laufenden Kosten kennen. Sonst wird aus einem gut kalkulierten Projekt nach einem Jahr eine unangenehme Überraschung.
Wartung und Weiterentwicklung. Die wichtigste Zahl, die du dir merken solltest: Plane pro Jahr 15 bis 20 Prozent der ursprünglichen Entwicklungskosten für Wartung ein. Bei einer App für 80.000 € sind das 12.000 bis 16.000 € jährlich. Davon werden Fehler behoben, Sicherheitslücken geschlossen und kleinere Verbesserungen umgesetzt.
Zwangsupdates durch neue Betriebssysteme. Apple und Google bringen jedes Jahr neue Versionen von iOS und Android heraus. Damit deine App weiter zuverlässig läuft und in den Stores bleibt, muss sie regelmäßig angepasst werden. Dieser Aufwand entsteht unabhängig davon, ob du neue Funktionen willst.
Server- und Cloud-Kosten. Sobald deine App ein Backend nutzt, fallen laufende Kosten für Hosting, Datenbank und Datenverkehr an. Je nach Nutzerzahl reicht das von wenigen Euro bis zu vierstelligen Beträgen pro Monat.
Store-Gebühren. Für die Veröffentlichung zahlst du bei Apple aktuell rund 99 € pro Jahr und bei Google einmalig etwa 25 €. Kleine Posten, aber sie gehören in eine ehrliche Rechnung.
Drittanbieter und Lizenzen. Karten, Push-Nachrichten, Analyse-Werkzeuge oder Zahlungsdienstleister kosten oft monatliche Gebühren, die mit der Nutzung steigen.
| Versteckter Posten | Größenordnung |
|---|---|
| Wartung und Weiterentwicklung | 15 bis 20 % der Entwicklungskosten pro Jahr |
| Apple Developer Program | rund 99 € pro Jahr |
| Google Play Developer | einmalig rund 25 € |
| Server und Cloud | von wenigen Euro bis vierstellig pro Monat |
| Drittanbieter-Dienste | je nach Nutzung, oft monatlich |
Was wir unseren Kunden raten: Rechne von Anfang an mit den laufenden Kosten und betrachte sie nicht als lästige Nebensache, sondern als Investition in eine App, die zuverlässig bleibt. Eine vernachlässigte App verliert schnell Nutzer, und das ist am Ende teurer als jede Wartung.
Bevor du über den genauen Preis nachdenkst, lohnt sich eine andere Entscheidung: Wer soll deine App eigentlich bauen? Es gibt drei gängige Wege, und sie unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern vor allem im Risiko.
| Modell | Typische Kosten | Stärken | Worauf du achten solltest |
|---|---|---|---|
| Freelancer | niedrigster Stundensatz | günstig, flexibel bei kleinen Projekten | Engpass bei Ausfall oder Urlaub, selten Design, Backend und Test aus einer Hand |
| Agentur | 100 bis 150 € pro Stunde | eingespieltes Team, Erfahrung, Verlässlichkeit, Vertretung gesichert | höhere Tagesrate, lohnt sich ab mittlerer Projektgröße |
| Inhouse-Team | hohe laufende Fixkosten | volle Kontrolle, Wissen bleibt im Unternehmen | teuer im Aufbau, schwer zu besetzen und zu halten |
Ein einzelner Freelancer kann für eine erste, kleine Version eine sehr gute und günstige Wahl sein. Bei einer App, die im Unternehmen wichtige Prozesse trägt, wird das Klumpenrisiko aber schnell zum Problem: Fällt die eine Person aus, steht das ganze Projekt. Eine Agentur bündelt dagegen Konzept, Design, Entwicklung und Test in einem eingespielten Team und sichert die Vertretung ab. Ein eigenes Inhouse-Team wiederum rechnet sich erst, wenn du dauerhaft und in großem Umfang Software entwickelst, denn gute App-Entwickler sind teuer und schwer zu finden.
In der Praxis entscheiden sich die meisten Mittelständler für eine Agentur und ergänzen sie bei Bedarf flexibel um externe Spezialisten. Genau für solche Situationen gibt es bei uns das Modell Expert-as-a-Service, bei dem du dir gezielt fehlendes Know-how dazuholst, ohne ein ganzes Team aufbauen zu müssen.
Mit dem Wissen über Kostenfaktoren und versteckte Posten kannst du jetzt ein Budget aufstellen, das hält. Diese fünf Empfehlungen geben wir den meisten unserer Kunden mit auf den Weg.
Starte mit einem MVP, dann iterieren. Versuche nicht, in der ersten Version alles abzudecken. Baue eine erste Fassung mit den wichtigsten Funktionen, bring sie früh zu echten Nutzern und entwickle auf Basis von deren Rückmeldungen weiter. So steckst du dein Geld in das, was wirklich genutzt wird, statt in Funktionen, die niemand braucht.
Plane einen Puffer ein. Kein noch so gutes Konzept überlebt den ersten Kontakt mit der Realität vollständig. Rechne mit einem Puffer von 20 bis 30 Prozent für Änderungen, neue Erkenntnisse und Wünsche, die erst während des Projekts entstehen.
Festpreis oder Time and Material? Beim Festpreis vereinbarst du einen klar umrissenen Umfang zu einem festen Preis. Das gibt Planungssicherheit, setzt aber ein sehr genaues Konzept voraus. Bei Time and Material rechnest du nach tatsächlichem Aufwand ab. Das ist flexibler, wenn sich Anforderungen noch entwickeln, verlangt aber Vertrauen und enge Abstimmung. In der Praxis bewährt sich oft eine Mischung: ein Festpreis für eine klar definierte erste Version und flexible Abrechnung für die Weiterentwicklung.
Kenne die Stundensätze. Etablierte App-Agenturen in Deutschland und Westeuropa arbeiten meist mit Stundensätzen zwischen 100 und 150 €. Angebote mit Sätzen unter 60 € stammen häufig von Offshore-Anbietern. Das kann passen, bedeutet aber oft Mehraufwand bei Kommunikation, Zeitverschiebung, Qualitätssicherung und Nacharbeit. Der niedrigere Stundensatz führt dann nicht selten zu höheren Gesamtkosten.
So erkennst du eine seriöse Agentur. Eine gute Agentur fragt zuerst nach deinem Ziel, nicht nach deinem Budget. Sie nennt dir realistische Spannen statt Wunschpreise, erklärt versteckte Kosten von sich aus, zeigt dir vergleichbare Referenzen und rät dir auch mal von einer Funktion ab. Wenn ein Angebot auffällig günstig ist und alle Wünsche bedenkenlos erfüllt, ist gesunde Skepsis angebracht.
Und die ehrlichste Frage zum Schluss dieses Abschnitts: Lohnt sich eine App für dich überhaupt? Eine App lohnt sich dann, wenn sie einen klaren Prozess verbessert, dir messbar Zeit oder Kosten spart oder deinen Kunden einen echten Mehrwert bietet. Wenn du diese Frage klar beantworten kannst, ist das Budget gut investiert. Wenn nicht, hilft dir auch die günstigste App nicht weiter.
Ein häufiger Irrtum lautet, dass App-Entwicklung durch KI inzwischen fast nichts mehr kostet. Richtig ist: KI-gestützte Werkzeuge beschleunigen viele Routineaufgaben in der Entwicklung spürbar, etwa beim Schreiben von Standardcode oder beim Testen. Das senkt den Aufwand an einigen Stellen.
Gleichzeitig steigen die Erwartungen an anderer Stelle. Nutzer sind heute hochwertige Apps gewohnt und verzeihen ein mittelmäßiges Design kaum noch. Anforderungen an Datenschutz nach DSGVO, an Barrierefreiheit und an Sicherheit nehmen zu. Und der Fachkräftemangel sorgt dafür, dass erfahrene App-Entwickler eher teurer als günstiger werden. Unter dem Strich bleiben die Preisspannen aus diesem Ratgeber für 2026 realistisch. Was sich verschiebt, ist die Gewichtung: Ein größerer Teil deines Budgets fließt in Konzept, Design und Qualität, also genau in die Dinge, die KI dir nicht abnimmt und die über Erfolg oder Misserfolg deiner App entscheiden.
Bei all den Zahlen oben übersehen viele die eigentlich entscheidende Frage. Sie lautet nicht „Was kostet der Bau der App?", sondern „Was kostet es, wenn die App ausfällt, und wer steht dann dafür gerade?"
Stell dir vor, deine App steuert die Auftragsabwicklung im Außendienst, die Kommissionierung im Lager oder den Zugang zu sensiblen Daten. Fällt sie aus, liefert falsche Ergebnisse oder gibt Daten preis, dann sprechen wir nicht mehr über ein paar tausend Euro Entwicklungskosten. Dann geht es um stehende Prozesse, Vertragsstrafen, verlorene Aufträge, mögliche Datenschutzverstöße und beschädigtes Vertrauen. Diese Folgekosten übersteigen den ursprünglichen Entwicklungspreis schnell um ein Vielfaches.
Dazu kommt ein Punkt, den viele noch nicht auf dem Schirm haben: Die EU hat ihre Produkthaftung modernisiert und bezieht Software inzwischen ausdrücklich mit ein. Ein fehlerhaftes Stück Software kann damit Haftungsansprüche auslösen, ähnlich wie ein fehlerhaftes physisches Produkt. Die Frage „Wer haftet, wenn etwas schiefgeht?" ist also keine theoretische mehr.
Genau das ist die ehrliche Antwort auf den Gedanken „Das bauen wir uns schnell selbst, notfalls mit KI." KI kann Code erzeugen. Sie übernimmt aber keine Verantwortung, kein Testkonzept, keine saubere Dokumentation und vor allem keine Haftung. Wer geschäftskritische Software selbst zusammensetzt oder vom günstigsten Anbieter bauen lässt, trägt das volle Risiko allein. Eine erfahrene Agentur baut nicht nur die App, sondern steht mit nachvollziehbaren Prozessen, getesteter Qualität, sauberer Dokumentation und einem festen Ansprechpartner dafür gerade.
So betrachtet ist der Entwicklungspreis nicht der eigentliche Kostenfaktor, sondern eine Versicherung gegen genau die Ausfälle, die dich später ein Vielfaches kosten können.
Fassen wir zusammen. Eine einfache App startet bei rund 15.000 €, eine mittelkomplexe Business-App liegt typischerweise zwischen 40.000 und 100.000 €, und eine umfangreiche Enterprise-Lösung beginnt bei 80.000 € und kann deutlich darüber liegen. Wo dein Projekt landet, hängt von Funktionsumfang, Plattform, Design, Backend, Sicherheit und Wartung ab. Eine gemeinsame Codebasis über .NET MAUI macht die App langfristig leichter wartbar und meist auch günstiger, und die laufenden Kosten von 15 bis 20 Prozent pro Jahr gehören von Anfang an in deine Planung. Der größte Posten ist am Ende aber selten der Bau selbst, sondern das Risiko, wenn eine geschäftskritische App nicht verlässlich läuft.
Was deine App konkret kostet, lässt sich seriös aber erst sagen, wenn man dein Vorhaben kennt. Genau dafür sind wir da. In einer kostenlosen Erstberatung schauen wir gemeinsam auf deine Idee, ordnen sie ehrlich ein und nennen dir eine realistische Spanne, mit der du weiterplanen kannst. Ganz ohne Verkaufsdruck.
Wenn du vom Verstehen zum Kalkulieren übergehen willst, findest du auf unserer Seite zu den App-Entwicklung Kosten die konkrete Kostenaufstellung für dein Projekt. Und wenn du so weit bist, deine Idee Wirklichkeit werden zu lassen, lass uns dein Projekt besprechen.
Bereit, deine App-Idee umzusetzen?
Von der ersten Idee bis in den App-Store: Unser Team begleitet dich durch das gesamte Projekt, ehrlich kalkuliert und transparent geplant. Lass uns gemeinsam herausfinden, was für dich der richtige Weg ist.
App entwickeln lassen
Eine einfache App oder ein MVP für eine Plattform kostet bei einer deutschen Agentur in der Regel zwischen 15.000 und 40.000 €. Darin enthalten sind Konzept, Design, Entwicklung und die Veröffentlichung im Store. Je mehr individuelle Funktionen und Anbindungen dazukommen, desto höher liegt der Preis.
Für Wartung und Weiterentwicklung solltest du mit 15 bis 20 Prozent der Entwicklungskosten pro Jahr rechnen. Bei einer App für 80.000 € sind das rund 12.000 bis 16.000 € jährlich, also etwa 1.000 bis 1.350 € im Monat. Hinzu kommen Server- und Cloud-Kosten sowie die Store-Gebühren.
Ja, meist um 30 bis 40 Prozent bei vergleichbarem Funktionsumfang. Noch wichtiger als der Preis ist aber, dass eine gemeinsame Codebasis über .NET MAUI auf beiden Plattformen konsistenter und langfristig leichter zu pflegen ist. Native Entwicklung lohnt sich vor allem bei sehr grafik- oder hardwarenahen Apps.
Ein MVP ist meist in 3 bis 5 Monaten nutzbar. Eine mittelkomplexe Business-App braucht 6 bis 9 Monate, eine umfangreiche Enterprise-App mit Backend 9 bis 18 Monate. Die Dauer hängt stark vom Funktionsumfang und von der Zahl der angebundenen Systeme ab.
Für eine professionelle Business-App im B2B-Umfeld solltest du ab etwa 40.000 € planen. Typische Projekte mit Backend, Schnittstellen und durchdachtem Design liegen zwischen 60.000 und 120.000 €. Plane zusätzlich einen Puffer von 20 bis 30 Prozent für Änderungen ein.
Ja, und genau das empfehlen wir den meisten Kunden. Du startest mit einem MVP, das die wichtigsten Funktionen abdeckt, bringst es früh in den Einsatz und entwickelst es auf Basis von echtem Nutzer-Feedback weiter. So verteilst du das Budget sinnvoll und vermeidest teure Fehlinvestitionen.
Etablierte App-Agenturen in Deutschland und Westeuropa arbeiten meist mit Stundensätzen zwischen 100 und 150 €. Sehr günstige Angebote unter 60 € pro Stunde stammen oft von Offshore-Anbietern und bedeuten häufig Mehraufwand bei Kommunikation, Qualitätssicherung und Nacharbeit.